Professionelle Flohbekämpfung | Flöhe bekämpfen | Ihr Kammerjäger
Flöhe erkennen und bekämpfen in Wien, Niederösterreich und im Burgenland – Notdienst
Flöhe bekämpfen sicher und effektiv. Mit Erfahrung und einem effizienten Schädlingsbekämpfungsmittel können wir die überaus lästigen Insekten bekämpfen.
Die Flöhe sind neben Zecken bei Hunden und Katzen die am häufigsten anzutreffenden Insekten. Sie finden sich in den Haaren der Vierbeinern.
Eine rechtzeitige Bekämpfung von Flöhen ist besonders wichtig, da sie sich extrem schnell vermehren können. Es wird geschätzt, dass jeder fünfte Hund von einem Flohbefall betroffen ist.
Die Flöhe | Siphonaptera
- Die Flöhe gehören zur Gruppe der holometabolen Insekten (machen also eine vollständige Metamorphose, Ei, Larve, Puppe, Imago).
- Flöhe sind Ektoparasiten, also Insekten oder Spinnentiere (Zecken, Milben), die ihren Wirt von außen befallen.
- Von den ca. 2.400 Arten der Flöhe sind ca. 80 Arten in Mitteleuropa nachgewiesen.
- Die Tiere zählen zu den Parasiten.
- Die Flöhe als Parasiten leben auf Säugetiere (94%) und auf Vögeln (6%).
- Die Flöhe werden durch Atemluft CO2 Kohlenstoffdioxid, Wärme und die Bewegung der Tieren angelockt. Nach einer Mahlzeit können sie bis zu 2 Monate ohne Nahrung auskommen.
- Wenn der Wirt die Flöhe (Nestflöhe) in die Wohnung verschleppt hat, nisten sie in Teppichen und Polstermöbeln.
- Zur Nahrungsaufnahme suchen sie (Menschenfloh) die Menschen nachts auf.
- Die bekannteste Art ist der Menschenfloh | Pulex irritans (bis 4 mm groß), Hundefloh | Ctenocephalides canis und Katzenfloh Ctenocephalides felis.
- Sie gehören der Überklasse Sechsfüßer | Hexapoda, der Klasse Insekten | Insecta, der Unterklasse Fluginsekten | Pterygota, der Überordnung Neuflügler | Neoptera und der Ordnung Flöhe an.
Merkmale der Flöhe:
- Die Flöhe haben keine Flügel.
- Die Farbe der Flöhe ist grau, hellbraun.
- Sie haben dafür kräftige Hinterbeine, besonders deren 3. Beinpaar ist kräftig, die weite Sprünge von 0,5 m (manche bis zu 1 m) machen können.
- Die weiblichen Flöhe erreichen eine Länge von 1 mm bis 4 mm. Die Männlichen sind etwas kleiner.
- Die adulte Flöhe sind von 1 mm bis 4 mm groß und braun bzw. manche sind bis 8 mm groß.
- Ein Floh kann bis zu 18 Monate alt werden.
- Die Flöhe sind nachtaktiv und lichtscheu.
- Bei Rattenfloh beträgt die Lebensdauer bis zu sechs Wochen.
Nach dem Verhalten der Flöhe werden sie in zwei Gruppen eingeteilt: Nestflöhe, Pelzflöhe
Nestflöhe
- Sie bleiben stationär nahe des Schlafplatzes ihres Wirten. Sie suchen sich dunkle und trockene Umgebung aus
- Sie kommen nachts aus ihrem Versteck und befallen den Wirt wahllos mit Stichen (Flohstiche, Flohbisse) über den ganzen Körper. Danach verschwinden sie wieder im Versteck. Dort legen sie ihre Eier ab.
- Der bekanntester Vertreter ist der Menschenfloh. Er hält sich tagsüber an dunklen Stellen des Bettes auf.
- Sie sind extrem lichtscheu und sind ortsgebunden.
Pelzflöhe
- Die Pelzflöhe bleiben auf ihrem Wirten und wandern mit ihm mit.
- Sie vertragen Tageslicht sehr gut.
- Sie springen ebenfalls Menschen an und setzen sich in deren Kleidung fest.
- Menschenblut wird in Ausnahmefälle ebenfalls eingenommen, wenn sonst kein anderer Wirt (z.B. Ratten) zur Verfügung steht.
Fortpflanzung der Flöhe:
- Die Eier der Flöhe sind weiß bis elfenbeinfärbig und oval.
- Sie sind 0,5 mm lang und 0,25 mm breit.
- Das Weibchen legt bis zu 400 Eier während ihres Lebens wahllos ab ohne sie anzukleben.
- Meist werden ca. 10 Eier nach der Nahrungsaufnahme abgelegt.
- Die Fortpflanzung der Flöhe ist der Temperatur stark abhängig. Bei warmer Umgebung, z.B. Wohnung, Stall, können sie das ganze Jahr fortpflanzen. Unter 5 °C ist die Fortpflanzung nicht gegeben. Unter 10 °C ist die Fortpflanzung sehr langsam.
- Die Larven schlüpfen nach 4 bis 5 Tagen aus.
- Sie durchlaufen in den ersten 2 Wochen ihres Lebens 3 Häutungen (3 Larvenstadien) und ernähren sich hauptsächlich von organischen Abfällen am Boden.
- 1. Instar/Stadium: sehr klein
- 2. Instar/Stadium: klein
- 3. Instar/Stadium: größer
- Ernährung: Staub, Hautschuppen, Schimmelpilz, Blutkot, Haare, Eiern, andere Larven, Kot der Wirtstiere, Kot der adulten Flohfamilie dienen ebenfalls als Nahrung
- Die Larven sind ca. 5 mm lang, zylindrisch geformt, weiß bis gelblichweiß, glänzend durchscheinend und dünn mit relativ langen Haaren.
- Die Larvenentwicklung ist abhängig von der Temperatur und dauert 8 Tage (warme Zimmertemperatur) bis zu einem Jahr.
- Die Larven verpuppen sich nach zwei Wochen (Puppenstadium).
- Die Puppenruhe dauert ca. zwei Wochen. Die Puppen sind mit Schmutzteilen überdeckt.
Lebenszyklus
1 - 12 Tage
Ei (50% des Bestands)
5 - 11 Tage
Larve (35% des Bestands)
5 - 11 Tage
8 - 9 Tage
Puppe (10% des Bestands)
2 - 8 Wochen
Adultes Tier (5% des Bestands)
2 - 8 Wochen
Erschwernis bei der Bekämpfung
Erschwernisse bei der Bekämpfung von Flöhen
- Die Eier sind resistent gegen Insektizide.
- Teilweise sind die Larven resistent gegen Insektizide.
- Die Puppen sind in Kokons geschützt.
Schaden beim Menschen durch Flohbisse oder Flohstiche:
- Die Flöhe hinterlassen durch ihren Stich bei den schlafenden Menschen eine kleine Wunde mit intensiven und großflächigen Juckreiz.
- Die Stiche der Flöhe liegen stets in Reihen, da die Flöhe stets Probestiche vornehmen.
- Sie hinterlassen mehrere Stichspuren oder Bissspuren in einer Reihe.
- Die nachts schlafenden Menschen kratzen unbemerkt die offene Stellen in der Haut, die sich entzünden können.
- Durch die Flohstiche können Bakterien, wie Streptokokken, Staphylokokken, Viren übertragen werden. Diese können durch das Kratzen bei Juckreiz zu Entzündungen an der Stichstelle führen.
- Die Flöhe sind Zwischenwirte des Bandwurms.
- Der Menschenfloh | Pulex irritans, also der Rattenfloh | Xenopsylla cheopis und der Pestfloh kann durch seinen Stich die Pest auf mechanischem Wege übertragen.
- Die Hundeflöhe und die Katzenflöhe verbleiben meist auf ihren Wirten. Bei engerem Zusammenleben mit den Tieren können die Flöhe auch gerne auf den Menschen übergehen.
Bevorzugte Stichstellen:
- (öfters) Unterschenkel
- (öfters) Knöchel
- Füße
- (seltener) Oberschenkel
- (seltener) Arme
Arten der Flöhe
Stechende Flöhe
- Menschenfloh – Pulex irritans
- Hundefloh – Ctenocephalides canis
- Katzenfloh – Ctenocephalides felis
- Hühnerfloh – Cerratophyllus gallinae
- Taubenfloh – Cerratophyllus columbae
- Rattenfloh – Nosopsyllus fasciatus
- Vogelfloh – Ceratophyllus gallinae
- Der Flohstich erzeugt auf der Haut einen stark juckenden Papel.
- Die Flöhe stechen für eine Blutmahlzeit den Wirten mehr als einmal.
Erkennen von Flohbefall
Typische Symptome für Flohbefall am Hund sind:
- häufiges und starkes Kratzen des Tieres
- beim Kämmen mit Flohkamm findet man ausgewachsene Flöhe oder Flohkot
- Bissstellen beim Tier von zwei bis drei Stichen in einer Reihe
- der Hund hat kleinere Schäden am Fell oder kleinere Wunden auf der Hautoberfläche
Typische Symptome bei Menschen
- der Flohbiss brennt und juckt stärker als ein Mückenstich und können mehrere Tage dauern
- Flohleiter, Flohstraße sind Stiche, die mehrere hintereinander zu sehen sind. Flöhe machen oft Probestiche.
- Der Flohstich injiziert ihren Speichel gegen die Blutgerinnung. Dieser führt allergische Reaktionen beim Menschen aus und der Körper reagiert mit einer Schwellung oder Juckreiz. Flohbisse hinterlassen sichtbare Hautverdickungen (Quaddeln), die mit Rötungen einhergehen.
Flohstich bzw. Flohbisse erkennen
- Die Einstiche weisen oft in einer Dreiergruppe auf. Der erste Stich ist meist ein Probestich.
- In der Mitte der Hartrötung zeigt ein roter Punkt.
- Meist bildet sich eine Papel, d.h. eine erbsengroße Verdickung der Haut.
Unterscheidung zu Mückenstiche
- Die Flohbisse sind kleiner als Mückenstiche.
- Die Flohbisse sind stärker gerötet.
- Mehrere Stiche in einer Reihe, Flohleiter, Flohstraße



